2 August 2017

HSBC Deutschland – Ergebnis zum ersten Halbjahr 2017

Der HSBC Trinkaus & Burkhardt-Konzern hat seine erfolgreiche Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2017 fortgesetzt. In einem für die Ertragslage der Banken weiterhin herausforderndem Umfeld hat die Bank ihr Ergebnis gesteigert und ihr Kundengeschäft weiter ausgebaut.

Der HSBC Trinkaus & Burkhardt-Konzern („HSBC Deutschland“) hat seine erfolgreiche Geschäftsentwicklung im ersten Halbjahr 2017 fortgesetzt. In einem für die Ertragslage der Banken weiterhin herausforderndem Umfeld hat die Bank ihr Ergebnis gesteigert und ihr Kundengeschäft weiter ausgebaut. 

HSBC Deutschland hat im ersten Halbjahr 2017 ein Vorsteuerergebnis von 153,2 Mio. Euro (Vorjahr: 116,5 Mio. Euro) erzielt. Dies entspricht einem Anstieg um 36,7 Mio. Euro oder 31,5 %. Dieser signifikante Anstieg geht teilweise auf einen Sondereffekt in Höhe von 20,3 Mio. Euro zurück. Er resultiert aus dem Verkauf von Beteiligungen, die für den operativen Geschäftsbetrieb nicht mehr erforderlich sind. Rechnet man diese Erlöse aus dem Vorsteuerergebnis heraus, ergibt sich ein Plus von 14,1 %, was die operative Stärke der Bank widerspiegelt.

Dass die Bank aus dem starken Kundengeschäft heraus wächst, zeigt erneut das Wachstum des Provisionsergebnisses. Es stieg um 8,7 % auf 259,2 Mio. Euro. Damit verdiente die Bank rund 20 Mio. Euro mehr an Provisionen als im ersten Halbjahr 2016. In der Folge ist auch der Anteil des Provisionsüberschusses an den operativen Erträgen um weitere drei Prozentpunkte auf 63 % gestiegen.

„Unser stark auf Dienstleistungen für unsere Kunden basierendes Geschäftsmodell hat sich erneut als leistungsfähig erwiesen“, sagt Carola von Schmettow, Vorstandssprecherin von HSBC Deutschland. „Wir etablieren uns als Berater und Anbieter von Lösungen für komplexe Herausforderungen unserer Kunden. Das gelingt uns mit dem Rückenwind der komfortablen Eigenkapitalausstattung und unserer Positionierung als ‚Leading International Bank‘ im deutschen Markt.“

Beim Zinsüberschuss zeigt sich ein gemischtes Bild, er blieb nahezu unverändert bei 101,5 Mio. Euro (101,4 Mio. Euro). Einerseits steigt der Zinsüberschuss aus dem Kreditgeschäft, andererseits sind die Belastungsfaktoren dieselben geblieben. Sie reichen von den negativen Zinsen auf die Überschussliquidität bis hin zu weiter rückläufigen Zinseinnahmen aus den Wertpapierbeständen der Liquiditätsreserve. „Wir haben erneut Marktanteile im Firmenkundengeschäft gewinnen können“, sagt Carola von Schmettow, „und wir stehen dank der starken Kapitalausstattung unseren Firmenkunden auch weiterhin mit Krediten zur Verfügung“.

Das Handelsergebnis hat sich um 4,7 Mio. Euro auf 45,2 Mio. Euro verringert (Vorjahr: 49,9 Mio. Euro). Aus dem Handel mit Aktien sowie Aktien- und Indexderivaten konnte im laufenden Geschäftsjahr ein Ergebnis in Höhe von 28,1 Mio. Euro erzielt werden (Vorjahr: 23,5 Mio. Euro). Das Ergebnis mit Renten und Zinsderivaten hingegen war belastet durch das gestiegene Zinsniveau auf dem Rentenmarkt mit 13,6 Mio. Euro um 7,0 Mio. Euro rückläufig. Beim Devisenhandel sank das Ergebnis um 0,9 Mio. Euro auf 3,2 Mio. Euro. 

Auch mit unserer nach wie vor konservativen Ausrichtung bei der Beurteilung von Ausfallrisiken fiel die Risikovorsorge im Kreditgeschäft aufgrund der guten Konjunktur gering aus. Im ersten Halbjahr 2017 waren netto in der Gewinn- und Verlustrechnung keine Zuführungen zur Risikovorsorge erforderlich.

Die strikte Kostendisziplin ist ein weiterer Erfolgsfaktor im ersten Halbjahr. So sank der Verwaltungsaufwand leicht um 0.6%.

Das stärkste Wachstum erzielte die Bank im ersten Halbjahr erneut im Segment Global Banking & Markets. Der Jahresüberschuss vor Steuern stieg um 23,7 Mio. Euro auf 88,0 Mio. Euro. Das Ergebnis ist auch auf einen Erfolg im Bereich Alternative Investments zurückzuführen: Mit 1,2 Mrd. Euro zugesagtem Kapital ist HSBC zum Marktführer in der Asset-Klasse Private Debt im deutschsprachigen Raum aufgestiegen. Weiterhin trugen große Einzeltransaktionen im Kapitalmarkt- und Refinanzierungsgeschäft zu diesem Erfolg bei.

Das Segment Commercial Banking konnte das Ergebnis im Vergleich zum ersten Halbjahr 2016 trotz des schwierigen Marktzinsumfeldes leicht verbessern. Die Ausweitung der Zinserlöse im Kreditgeschäft bei gleichzeitig rückläufiger Risikovorsorge und geringerer Kosten konnten den Rückgang der Kreditprovisionen ausgleichen. Sie waren im Vorjahr aufgrund vieler neuer syndizierter Kredite sehr hoch ausgefallen.

Das vom aktuellen Zinsumfeld am meisten betroffene Segment Private Banking & Asset Management konnte einen leichten Ergebnisanstieg verzeichnen. Der Anstieg des Provisionsüberschuss um 8,9 % glich den Rückgang beim Zinsergebnis mehr als aus. Beide Geschäftsbereiche haben von einem im Vergleich zum Vorjahreszeitraum freundlicheren Umfeld an den Kapitalmärkten profitiert. Die negativen Zinsen belasten vor allem das Geschäft mit vermögenden Privatkunden, die zuletzt signifikante Einlagen tätigten. Bereits im ersten Halbjahr 2017 konnte das Private Banking mit Zuflüssen von mehr als 1 Mrd. Euro den Volumenzuwachs des Vorjahres übertreffen. Das Asset Management hingegen profitierte von der Ausweitung der Provisionserlöse aus Management- und Distributions-Gebühren.

Die Bilanzsumme beträgt zum Bilanzstichtag 27,3 Mrd. Euro nach 23,1 Mrd. Euro zum 31. Dezember 2016 und ist damit um 18,5 % angestiegen. Das bilanzielle Eigenkapital beträgt 2.253,8 Mio. Euro (plus 0,6 %). Die Kernkapitalquote hat sich von 12,3 % auf 12,6 % und Eigenkapitalquote von 14,4 % auf 14,6 % leicht verbessert. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern ist um 2,5 Prozentpunkte auf 14,6 % angestiegen.

Ausblick

Die Bank geht in ihrem Basisszenario mit Optimismus in die zweite Hälfte des Jahres 2017. Sie wird den eingeschlagenen Weg des ertragsorientierten Wachstums fortsetzen. Darüber hinaus investiert sie kräftig in die IT-Infrastruktur, mit dem Ziel sich zukunftsfähig aufzustellen und ihre Plattformen für die Wertpapierinfrastruktur noch weiter zu stärken. Dazu zählen die Transaktionsabwicklung, die Depotbankfunktion sowie die Fondsadministration. HSBC Deutschland hebt die Ergebnisprognose an und erwartet nun einen Anstieg des Vorsteuerergebnisses im oberen einstelligen Bereich.

HSBC Deutschland wächst zweistellig und geht optimistisch ins zweite Halbjahr (3-page PDF 88KB)

Kontakt

Robert von Heusinger
Telefon: +49 211 910-1664
E-mail: robert.heusinger@hsbc.de