31 August 2016

HSBC Deutschland wächst im ersten Halbjahr zweistellig

Die vor drei Jahren gestartete Wachstumsstrategie der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG trägt Früchte. Die Positionierung als „Leading International Bank“ in Deutschland mit dem Ziel, zu den Top-3-Banken für ihre Kunden aus den Bereichen Institutionelle Kunden, internationale Unternehmen sowie vermögende Privatkunden zu gehören, zahlt sich aus. So legten im schwierigen ersten Halbjahr 2016 alle relevanten Ertragskennziffern und das Ergebnis zweistellig zu.

Der Zinsüberschuss profitierte von der deutlichen Ausweitung der Unternehmens kredite auf neun Mrd. Euro. Hierin spiegeln sich die erneuten Marktanteilsgewinne im Firmenkundengeschäft wider, die die belastenden Effekte der negativen Zinsen kompensieren konnten. Die Positionen mit dem stärksten Wachstum beim Provisionsergebnis sind Capital Financing sowie die Vergabe von syndizierten Krediten. Beides unterstreicht die zunehmende Relevanz der Bank in den Feldern Beratung und Finanzierung großer Unternehmenstransaktionen in Deutschland.

Dank der intensivierten Zusammenarbeit innerhalb der HSBC-Gruppe erzielte das Segment Global Banking & Markets mit knapp 30 Prozent den höchsten Ergebnis zuwachs im ersten Halbjahr. Durch die Ausweitung der Zins- und Provisionserlöse erreichte das Segment Commercial Banking ein Plus von rund 20 Prozent. Dahingegen gelang es dem Bereich Global Private Banking & Asset Management nicht, sich gegen das rückläufige Zinsergebnis, resultierend aus den Minuszinsen, zu stemmen. Der Jahresüberschuss dieses Segments schrumpfte im ersten Halbjahr auf 9,3 Mio. Euro (Vergleichsperiode: 14,4 Mio. Euro).

Das starke Kundengeschäft konnte im ersten Halbjahr die Belastungen durch Niedrigzinsumfeld, hohe Unsicherheit an den Finanzmärkten sowie stetig steigende regulatorische Kosten mehr als wettmachen. So legte der Jahresüberschuss vor Steuern* um 15,5 Prozent auf 116,5 Mio. Euro zu (angepasste Vergleichsperiode: 100,9 Mio. Euro). Der Jahresüberschuss nach Steuern kletterte auf 79,9 Mio. Euro (angepasste Vergleichsperiode: 69,1 Mio. Euro).

Das kräftige Wachstum der Bank sowie Stichtagseffekte sorgten für einen Anstieg der Bilanzsumme im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 3,5 auf 25,2 Mrd. Euro. Nicht zuletzt dadurch verringerten sich die Eigenkapitalquote auf 11,5 Prozent (Vorjahr: 12,6 Prozent) sowie die Kernkapitalquote auf 9,4 Prozent (Vorjahr: 10,3 Prozent). Die Liquiditätssituation der Bank ist unverändert gut. Die Bank verfügt als deutsche Einheit der HSBC-Gruppe mit „AA- (Stable)“ unverändert über das beste Fitch-Rating unter den privaten Geschäftsbanken in Deutschland.

In der rückläufigen Aufwand-Ertrag-Relation auf 71,3 Prozent (angepasste Vergleichsperiode: 72,7 Prozent) macht sich die stärkere Ausrichtung der Bank auf qualitatives Wachstum bemerkbar. Nach den kräftigen Investitionen in den vergangenen Jahren soll die Zuwachsrate der Kosten 2016 gebremst werden.

Ausblick

Auf der Basis des erfreulichen ersten Halbjahresergebnisses erwartet die Bank für das Gesamtjahr einen Anstieg der Erlöse im einstelligen Prozentbereich. Damit verändert sie ihre Prognose nicht. Das liegt vor allem am Minuszinsumfeld, das von Monat zu Monat höhere Belastungen mit sich bringt. Aber auch die nach wie vor nicht gelöste Eurokrise, die Folgen des Brexit sowie das schwache globale Wachstum mahnen zur Vorsicht.

Die Ergebnisse im Einzelnen:

Der Zinsüberschuss hat sich um 12,5 Mio. Euro von 88,9 Mio. Euro im Vorjahr auf 101,4 Mio. Euro verbessert. Dieser Anstieg resultiert vor allem aus den deutlich verbesserten Zinserträgen im Kundenkreditgeschäft aufgrund höherer Volumina. Demgegenüber waren die Zinserträge aus Finanzanlagen erneut rückläufig. Endfällige Anleihen konnten bei vergleichbarem Risikoprofil im aktuellen Marktumfeld nur durch solche mit deutlich niedrigerem Kupon ersetzt werden. Darüber hinaus belasten weiterhin die geringen Margen im Kreditgeschäft das Zinsergebnis; die starke Einlagenbasis der Bank führt aufgrund des negativen Zinsumfelds zu Zinsverlusten.

Im ersten Halbjahr ergaben sich in der Risikovorsorge im Kreditgeschäft Erträge von 1,0 Mio. Euro (Vergleichsperiode: Aufwendungen von 1,2 Mio. Euro). Netto auflösungen von Einzelwertberichtigungen in Höhe von 2,9 Mio. Euro standen Nettozuführungen der Portfoliowertberichtigungen aufgrund des deutlich aus geweiteten Kundenkreditgeschäfts in Höhe von 2,0 Mio. Euro gegenüber. Wir halten unverändert an unserer konservativen Ausrichtung bei der Beurteilung von Ausfallrisiken fest.

Das Provisionsergebnis konnte um 24,5 Mio. Euro auf 238,4 Mio. Euro (Vergleichsperiode: 213,9 Mio. Euro) gesteigert werden. Das Ergebnis aus dem Wertpapiertransaktionsgeschäft verbesserte sich im Vorjahresvergleich von 54,5 Mio. Euro auf 63,2 Mio. Euro. Hier ist es der Bank erneut gelungen, weiteren Kunden mit Alternative-Investment-Produkten etwa für Infrastrukturinvestitionen oder der Finanzierung europäischer Unternehmen interessante Anlagen zugänglich zu machen.

Das Handelsergebnis ist deutlich um 7,5 Mio. Euro auf 49,9 Mio. Euro angestiegen (angepasste Vergleichsperiode: 42,4 Mio. Euro). Nach den außergewöhnlichen Marktverwerfungen an den Rentenmärkten im zweiten Quartal des Vorjahres konnten wir in den ersten sechs Monaten 2016 das Ergebnis mit Renten und Zinsderivaten wieder deutlich verbessern, während es im Handel mit Aktien und Aktienderivaten leicht zurückgegangen ist und sich der Devisenhandel leicht verbessert hat.

Beim Verwaltungsaufwand ist ein Anstieg um 15,7 Mio. Euro von 271,5 Mio. Euro auf 287,2 Mio. Euro zu verzeichnen. Der Zuwachs an Mitarbeitern infolge der Wachstumsstrategie macht sich im Anstieg des Personalaufwands in Höhe von 10,1 Mio. Euro bemerkbar. Die anderen Verwaltungsaufwendungen haben sich um 6,9 Mio. Euro auf 101,2 Mio. Euro erhöht. Dieser Anstieg ist zu einem erheblichen Teil auf die Belastungen aus der neuen Bankenabgabe nach europäischen Vorgaben zurückzuführen.

Das Ergebnis aus Finanzanlagen setzt sich aus realisierten Gewinnen aus der Veräußerung und moderaten Abschreibungen zusammen und ist im Vergleich zur Vorperiode (angepasster Vorjahreswert: 21,5 Mio. Euro) deutlich auf 5,0 Mio. Euro zurückgegangen. Der signifikante Rückgang ist auf in der Vorperiode enthaltene hohe Gewinne aus der Veräußerung von Fondsanteilen zurückzuführen.

Die Bilanzsumme ist im Vergleich zum 31. Dezember 2015 um 3,5 Mrd. Euro auf 25,2 Mrd. Euro angestiegen. Die Kundeneinlagen stellen nach wie vor unsere bedeutendste Refinanzierungsquelle dar und belaufen sich zum 30. Juni 2016 auf 14,7 Mrd. Euro (31. Dezember 2015: 12,9 Mrd. Euro) und machen demnach 58 Prozent unserer Bilanzsumme aus. Wir werten dies weiterhin als klares Bekenntnis unserer Kunden zu unserer soliden Geschäftspolitik und unserer hohen Bonität.

HSBC Trinkaus & Burkhardt AG ist eine führende kundenorientierte Geschäftsbank mit nunmehr 230 Jahren Erfahrung und Teil der weltweit operierenden HSBC-Gruppe. Mit über 2.800 Mitarbeitern ist die Bank neben der Zentrale in Düsseldorf an 12 Standorten in Deutschland präsent. Zugleich ist Deutschland einer der wichtigsten Wachstumsmärkte für die HSBC-Gruppe. Die besondere Stärke der HSBC Trinkaus & Burkhardt AG liegt in der umfassenden Betreuung ihrer Kunden, der detaillierten Kenntnis der internationalen Märkte, insbesondere der Growth Markets, sowie ihrer globalen Vernetzung mit direktem Zugang zu den Märkten der Zukunft. Bei einer Bilanzsumme von 25,2 Mrd. Euro und 228,6 Mrd. Euro Funds under Management and Administration verfügt die Bank als Teil der HSBC-Gruppe mit "AA- (Stable)" über das beste Fitch-Rating einer privaten Geschäftsbank in Deutschland. Die Kernzielgruppen bilden Firmenkunden, institutionelle Kunden und vermögende Privatkunden. (Alle Angaben zum 30. Juni 2016)

*) Vorjahreswerte angepasst (Anpassung der Rechnungslegungsmethoden)


HSBC Deutschland wächst im ersten Halbjahr zweistellig: Jahresüberschuss vor Steuern steigt um 15,5 Prozent (3-page PDF 77KB)

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